Micro­cut Honing Sys­tem: Höchs­te Prä­zi­si­on, ein­fach beherrsch­bar

Das spe­zi­fisch für klei­ne­re Boh­run­gen (< 8 mm) ent­wi­ckel­te Micro­cut Honing Sys­tem garan­tiert Form­ge­nau­ig­keit, Ober­flä­chen­gü­te und Mass­hal­tig­keit auf höchs­tem Niveau — auch in der Seri­en­pro­duk­ti­on.

Check­lis­te für Micro­cut Honing Sys­tem

Die Micro­cut Ltd. baut indi­vi­du­el­le Maschi­nen nach Anfor­de­rung oder über­nimmt Hon­ar­bei­ten im Auf­trag.

Wie­so arbei­tet das Micro­cut Honing Sys­tem so pro­zess­si­cher?

Pro­zess und Werk­zeug
Die Form­ge­nau­ig­keit (Zylin­der­form) stellt sich auto­ma­tisch, pro­zess­be­dingt ohne Mess­steue­rung ein. Der End­durch­mes­ser wird durch das ein­tei­li­ge Werk­zeug bestimmt.
Die ein­tei­li­gen und somit maxi­mal stei­fen Werk­zeu­ge mit prä­zi­sem abge­rich­te­tem Mass, defi­nie­ren den End­durch­mes­ser prak­tisch unab­hän­gig von den Umge­bungs­be­din­gun­gen, wie bei­spiels­wei­se die Tem­pe­ra­tur. Es kann kein “Aus­wei­chen” des Werk­zeu­ges in die Quer­boh­rung auf­grund einer Ände­rung der Flä­chen­pres­sung zwi­schen Werk­stück und Werk­zeug statt­fin­den. Mit dem im Durch­mes­ser stei­fen Werk­zeug kann durch die Boh­rung “gefah­ren” wer­den und man erreicht aus­ser­or­dent­lich gute Zylin­der­for­men. Beim Innen­schlei­fen und kon­ven­tio­nel­len Honen beein­flus­sen die bei­den Hub- Umkehr­punk­te die Zylin­der­form mass­geb­lich. Die­se müs­sen per­ma­nent über­wacht und ange­passt wer­den. Es kann auch ein rela­tiv gros­ses Auf­mass abge­tra­gen wer­den (koni­scher Werk­zeug­ab­schnitt) und der Ver­schleiss pro Teil ist mini­mal (zylin­dri­scher Werk­zeug­ab­schnitt). Bedingt durch das ein­la­gig beschich­te­te Werk­zeug tre­ten kei­ne spon­ta­nen Ver­än­de­run­gen auf (z.B. Korn­aus­bruch).

Maschi­ne
Der Vor­schub des Werk­zeu­ges erfolgt kraft­kon­trol­liert. So wird bei­spiels­wei­se eine elas­ti­sche Auf­wei­tung eines dünn­wan­di­gen Bau­teils ver­mie­den. Das Werk­zeug wird nicht unter- oder über­for­dert und unpro­duk­ti­ves „Luft­schlei­fen“ wird dadurch ver­mie­den. Zu klei­ne oder zu gros­se Roh­boh­rungs­durch­mes­ser wer­den erkannt und kön­nen abge­fan­gen sowie Werk­zeug­brü­che ver­hin­dert wer­den.
Die Werk­stück­auf­nah­me stellt eine wich­ti­ge Kom­po­nen­te dar. Das Werk­stück darf beim Fixie­ren nicht ver­formt wer­den und die Werk­stück­la­ge wird in der Regel durch die Werk­zeug­ach­se bestimmt.

Micro­cut Honing — Abgren­zung zu ande­ren Ver­fah­ren:

Eine zen­tra­le Eigen­schaft des Micro­cut Honing Sys­tems ist die mini­ma­le Streu­ung der Bear­bei­tungs­re­sul­ta­te, sodass kei­ne Tei­le auf­grund einer Streu­ung aus­ser­halb der Tole­ranz lie­gen. Beim her­kömm­li­chen Honen oder dem Innen­schlei­fen muss über einen Mess- Regel­kreis die Form durch die Hub­la­ge und ‑län­ge und das Mass über die Zustel­lung des Werk­zeu­ges per­ma­nent gesteu­ert wer­den. Dies erschwert einen sta­bi­len Pro­zess und ist mit gros­sem tech­ni­schem Auf­wand und Kos­ten ver­bun­den. Es gilt auch zu beach­ten, dass die Unsi­cher­heit einer bear­bei­tungs­na­hen Mes­sung, v.a. der Form beacht­lich ist.

Jetzt Maschi­nen­fä­hig­keits­ana­ly­se (MFU) her­un­ter­la­den:

Wie oben sche­ma­tisch dar­ge­stellt, ver­läuft der Micro­cut Honing Pro­zess ste­tig und nicht sprung­haft, inner­halb einer Durch­mes­ser-Tole­ranz von bei­spiels­wei­se +/-0.001 mm. Die grü­ne Kur­ve für den Micro­cut Honing Pro­zess zeigt einen kon­ti­nu­ier­li­chen mini­mals­ten Ver­schleiss des Werk­zeu­ges und somit eine klei­ner wer­den­de Boh­rung.

Der Ver­schleiss des Werk­zeu­ges und somit die Anzahl der Tei­le in der Durch­mes­ser-Tole­ranz ist beim Micro­cut Honing Sys­tem abhän­gig vom zu bear­bei­ten­den Mate­ri­al, der Boh­rungs­län­ge, dem Auf­mass und der Werk­zeug­geo­me­trie. Dies kann von < 100 Tei­len bis zu meh­re­ren tau­send Tei­len bei einem Tole­ranz­fens­ter von 1 µm vari­ie­ren. Bei einem grös­se­ren Tole­ranz­fens­ter kön­nen es sogar zehn­tau­sen­de Tei­le sein. Sys­tem­be­dingt ist der Bear­bei­tungs­pro­zess von Micro­cut nicht tem­pe­ra­tur- sen­si­tiv, d.h. auch grös­se­re Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen oder das Auf­star­ten der Pro­duk­ti­on haben auf die Mass­hal­tig­keit des Boh­rungs­durch­mes­sers prak­tisch kei­nen nega­ti­ven Ein­fluss.

Durch die “kal­te” mikro­span­ab­he­ben­de Bear­bei­tung wer­den beschä­dig­te Rand­struk­tu­ren (bei­spiels­wei­se ent­stan­den durch Fun­ke­n­ero­si­on, Här­ten) abge­tra­gen und die Boh­rungs­rand­zo­ne zusätz­lich ver­dich­tet (Druck­ei­gen­span­nun­gen). Die Ober­flä­chen­struk­tur kann defi­niert und belie­big oft repro­du­ziert wer­den, typi­scher­wei­se wird ein Rau­heits­wert von Ra 0.1 µm (N3) mit Bear­bei­tungs­werk­zeu­gen mit gebun­de­nem Korn erreicht. In har­ten Mate­ria­li­en wie Hart­me­tall kann durch den Ein­satz von losem Korn und Spe­zi­al­werk­zeu­gen eine spie­gel­glat­te Ober­flä­che erzeugt wer­den.

Hier eini­ge wich­ti­ge Punk­te zusam­men­ge­fasst:

  • Kein Abricht­zy­klus mit ent­spre­chen­den Unre­gel­mäs­sig­kei­ten
  • Pro­zess immer kraft­kon­trol­liert (sehr wich­tig auch bei der Bear­bei­tung von dünn­wan­di­gen Werk­stü­cken)
  • Prak­tisch kein Tem­pe­ra­tur­drift; Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen sind unkri­tisch

Micro­cut Honing Sys­tem und sei­ne Vor­tei­le bei hydrau­li­schen Steu­er­ven­ti­len

Schie­ber­hül­sen mit Quer­boh­run­gen haben in diver­sen Indus­trien, wie bei­spiels­wei­se Luft­fahrt oder Auto­mo­bil, sehr hohe Anfor­de­run­gen an die Zylin­der­form (Rund­heit und Gerad­heit) der Boh­rung und auch an die Ober­flä­che.

Schie­ber­hül­se mit Quer­boh­run­gen und höchs­ten Genau­ig­keits­an­for­de­run­gen.

Form einer Schie­ber­hül­se mit Quer­boh­run­gen: Zylin­der­form CYLt = 0.23 µm

Da die Micro­cut Honing Werk­zeu­ge ein­tei­lig sind und 350 mm lang beschich­tet, liegt das Werk­zeug im Umfang der Boh­rung und auf der vol­len Län­ge über­all an. Dies führt dazu, dass die Boh­rung best­mög­lich in der Gerad­heit kor­ri­giert wer­den kann. Zudem ist der Vor­teil auch in der Rund­heit sicht­bar, da die Flä­chen­pres­sung zwi­schen Werk­zeug und Boh­rungs­wand sehr homo­gen ver­teilt ist. Bei einem Werk­zeug beim kon­ven­tio­nel­len Honen oder Innen­schlei­fen (kur­ze Honah­le oder Schleif­stift), wel­ches kür­zer als die Boh­rungs­län­ge ist, ändern die Kräf­te auf­grund der Quer­boh­rung viel stär­ker, was sich schluss­end­lich in der Form (ins­be­son­de­re der Gerad­heit der Boh­rungs­wand) der gefer­tig­ten Boh­rung wider­spie­gelt.

Grat­bil­dung
Bei hydrau­li­schen Steu­er­kom­po­nen­ten ist die Grat­bil­dung in den Quer­boh­run­gen ein rele­van­tes The­ma. Der Ent­gra­tungs­pro­zess mit Bürs­ten ist beschränkt beherrsch­bar und auf­grund des Bürs­ten­ver­schleis­ses kos­ten­in­ten­siv. Das Micro­cut Honing Sys­tem gene­riert im Gegen­satz zum kon­ven­tio­nel­len Honen und Schlei­fen kei­nen typi­schen Flit­ter­grat, son­dern einen sym­me­tri­schen Mikro­grat mit fes­ter Wur­zel, wel­cher in der Regel nicht ent­fernt wer­den muss.

Werk­stück-Spann­tech­nik
Bei der Bear­bei­tung von dünn­wan­di­gen Werk­stü­cken (Hül­sen) kommt der Werk­stück-Spann­tech­nik und der Kon­trol­le der Bear­bei­tungs­kräf­te eine beson­de­re Bedeu­tung zu. Eine etwai­ge Defor­ma­ti­on des Werk­stücks beim Span­nen, wirkt sich direkt auf die Form der bear­bei­te­ten Boh­rung aus.

Kraft­kon­trol­lier­ter Bear­bei­tungs­pro­zess
Wird der Vor­schub des Werk­zeu­ges nicht kraft­kon­trol­liert gesteu­ert, besteht die Gefahr, je nach Schnit­tig­keit des Werk­zeu­ges, das Werk­stück wäh­rend der Bear­bei­tung auf­zu­deh­nen, sodass sich die dünn­wan­di­ge Hül­se beim Aus­fah­ren des Werk­zeu­ges wie­der “zusam­men­zieht” und somit der Durch­mes­ser der fer­tig bear­bei­te­ten Boh­rung sich nicht genau nach dem Werk­zeug abbil­det.

Micro­cut sonic-honing©

Durch die Micro­cut sonic-honing© Tech­no­lo­gie wird Prä­zi­si­on der Boh­rung mit höchs­ter Pro­duk­ti­vi­tät kom­bi­niert. Man kann Zyklus­zei­ten von 10 — 15 Sekun­den für einen Mate­ri­al­ab­trag im Durch­mes­ser von 0.02 – 0.04 mm errei­chen.

Wenn Sie mehr über die Micro­cut sonic-honing© Tech­no­lo­gie erfah­ren möch­ten, set­zen Sie sich jetzt mit uns in Ver­bin­dung.